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 Lucs Anwesen

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Amanda

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BeitragThema: Re: Lucs Anwesen   Mo Jan 31, 2011 10:23 pm

Amanda entspannte sich unbewusst, als sie Lucs Arm um ihre Taille spürte. Es fühlte sich immer noch etwas ungewohnt an und löste ein sanftes Prickeln unter ihrer Haut aus. Sie wollte ihm gerade bestätigen, dass er richtig lag, als er sich versteifte. Dem Mädchen selbst fiel das Motorengeräusch erst kurz bevor es erstarb richtig auf. Die Stimme der Frau jedoch erweckte Amandas Aufmerksamkeit. Wer bezeichnete sein Fahrzeug denn bitteschön als 'Baby'? Vielleicht eine 150kg Harley-Davidson Braut? Das markante "KlackKlack" von Ansätzen auf harten Boden sprach allerdings dagegen...
Völlig perplex beobachtete Amanda die stürmische Umarmung und die Reaktionen der ihr unbekannten Frau und Luc. Gerade der letzte Satz, insbesondere der Tonfall, in dem er ausgrsprochen wurde, war dem Mädchen eindeutig zu viel. Sie presste sie ihre Fingernägel gegen in die Handinnenflächen und versuchte, keine Miene zu verziehen. Dann drehte sie sich zu der Frau, um diese kurz zu betrachten. Sie war hübsch und sah leider so garnicht aus, als wäre sie Lucs Schwester. Sie war einschüchternd. "Hallo", sprach Amanda mit erbärmlich piepsiger Stimme. Innerhalb eines Sekundenbruchteils beschloss sie, einfach das zu tun, was sie am besten konnte (und in solchen Situationen immer tat): sich verdünnisieren, in einer entlegenen Ecke verkrümeln und darauf besinnen, dass Gott eben doch ein Asi war.
"Ist das deine Mutter?", wandte sie sich zuvor kurz an Luc. Ihre Lippen kräuselten sich in einem bitteren Lächeln. Ohne abzuwarten, ob die Frau sauer werden würde, stieg sie die Treppe hinunter. "Ich lass euch dann mal allein", kündigte sie dabei noch an, ohne sich jedoch umzudrehen. Dabei klang ihre Stimme vorgetäuscht gleichgültig.
Während sie sich zwei Stufen auf einmal nehmend dem Erdgeschoss näherte, vermied sie verbissen alle Gedanken an Luc. Sie wollte sich nicht ausmalen, was er mit dieser Frau am laufen hatte, nicht solange die beiden sie noch sehen konnten. Die Nägel ihrer rechten Hand (in der sie als Rechtshänderin natürlich mehr Kraft hatte) hatten sich inzwischen soweit in die Haut gebohrt, dass ein wenig Blut sich zwischen ihren Fingern sammelte. Das Mädchen spürte es zwar, und es tat schon ein wenig weh, aber es war ihr egal. Irgendwo im rechten Flur musste ihr Zimmer liegen...
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Luc

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BeitragThema: Re: Lucs Anwesen   Mo Jan 31, 2011 10:53 pm

"Mutter?!", donnerte es von Seitens der Frau und sie sah Amanda nach Luft schnappend an. "Luuuc!", rief sie in einem quängelnden Tonfall. "Sie läuft ja schon weg.. willst du ihr denn nicht hinterher? Sie will bestimmt mal einen wütenden Luci erleben, oder nicht?" Ein Knurren seinerseits erzählte der Frau, was er von dieser Idee hielt, aber er stand trotzdem auf. Nur einen Herzschlag später stand er neben Amanda und hielt sie am Oberarm fest. Er versuchte nicht zu fest zuzupacken, denn das letzte was er wollte, war dass er Amanda auch noch wehtat. "Warte doch bitte."
Erster doofer Blick seitens der Frau. Er hatte um etwas gebeten?! Sanft nahm Luc die Hände Amandas und strich über den Handrücken, damit sie sich wieder entspannte.
Zweiter doofer Blick. Luc hauchte Amanda einen Kuss auf die Wange und sah ihr entschuldigend in die Augen.
Letzter doofer Blick. Die Frau entschied sich einfach weg zu blicken.
"Warum läufst du jetzt weg?" Es war Luc vollkommen unverständlich, dass Amanda denken könnte, dass er sie nicht in seiner Nähe wollte. Dabei beachtete er nicht, dass er nie etwas gegenteiliges behauptet hatte und Amanda wohl ein wenig eingeschüchtert sein könnte. Immerhin bekam er nicht allzu oft Besuch von Esther und ihm war schon lange nicht mehr klar, wie sie auf andere Leute wirkte. Am liebsten hätte er nun Amanda in seine Arme genommen und nicht mehr los gelassen, Esther einfach auf der Treppe stehen lassen, die ganze Welt einfach Welt sein lassen... aber bitte ohne ihn und Amanda. Mit einem seufzen wurde ihm aber klar, dass es so einfach nicht werden würde.
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BeitragThema: Re: Lucs Anwesen   Di Feb 01, 2011 9:38 pm

'Einen wütenden Luci'? Ehe Amanda allzu genau darüber nachdenken konnte, wie dieser wütende Luc so drauf war, legte sich seine Hand unvermittelt um ihren Oberarm. Amanda verharrte reglos, traute sich nicht einmal mehr zu atmen. In Gedanken malte sie sich bereits aus, wie er sie gleich anbrüllen würde (was etwas Fantasie erforderte, da sie ihn bisher ja noch nie richtig ausser sich erlebt hatte) doch was er dann tat, sprängte den Rahmen ihrer Vorstellungen. Innert weniger Sekunden änderte die Atmosphäre sich von angespannt zu liebevoll. Sprachlos sah das Mädchen Luc mit grossen Augen an, ehe sie in einer möglichst unauffälligen Geste ihre -nun nicht mehr verkrampfte- Rechte zum Mund hob, um das Blut abzulecken. Nicht besonders schmackhaft, aber immer noch besser, als es an dem hübschen Kleid abzuwischen.
"Ich dachte, sie... Ähm... Ich bin dumm. Tut mir leid.", antwortete sie ihm schliesslich. Sie schämte sich ein wenig dafür, die erstbeste Frau in seiner Nähe gleich für eine heimliche Geliebte zu halten. Das zeugte wahrlich nicht von Vertrauen. Ob er es ihr übel nehmen würde (wenn er es denn überhaupt merkte)? Leicht zerstreut, aber mit einem glücklichen Lächeln berührte Amanda mit der linke Hand seine Schulter, liess ihre Fingerspitzen erst über sein Schlüsselbein, dann über sein Brustbein nach unten streichen und zeichnete zärtlich einen seiner Bauchmuskeln nach. Sie musste all ihre Willenskraft aufbringen, um mit der ziellosen Wanderschaft ihrer Finger innezuhalten und sich zu der Frau umzudrehen. Amanda wollte sie eigentlich nach ihrem Namen fragen, doch sie wusste nicht recht, ob sie sie duzen oder siezen sollte - und ob sie überhaupt angesprochen werden wollte. So schaute sie erneut zu Luc, legte den Kopf leicht schräg und sah ihn fragend an mit der stummen Bitte, irgendwas zu sagen.
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BeitragThema: Re: Lucs Anwesen   Di Feb 01, 2011 9:59 pm

Amandas plötzliche Verlegenheit verwirrte Luc und das zeigte sich auch deutlich in seinen Gesichtszügen. Doch als er nun ihre zaghaften und sanften Berührungen spürte, verging das schnell wieder. Stattdessen flammte das Begehren wieder in ihm auf. Er wünschte sich nichts sehnlichster, als das sie doch bitte tiefer wandern möge. Mit ihren zarten Händen... Unwillkürlich fuhr Luc sich mit der Zungenspitze über die Lippen, verlor sich einen Moment lang in seinen Vorstellungen und realisierte dann, dass sie nicht alleine waren. Auch wenn es Esther wohl eher weniger stören würde, wenn Luc sich auf Amanda stürzte, sie würde sich einfach in die Küche verziehen oder es sich im Kaminzimmer gemütlich machen. Leider wusste Luc auch noch zu genau, wie Amanda erst gestern darauf reagiert hatte und so drang Luc dieses Gefühl zurück. "Was dachtest du?", flüsterte Luc leise und er legte seine Hand nun an Amandas Wange, fuhr mit seinem Daumen zärtlich über die Haut, während er sich in ihren Augen verlor. Jedoch wurde ihm schon bald klar, was sie denken müsste. Leider hätte sie bei so ziemlich jeder anderen Frau recht gehabt. Doch Esther war seine beste Freundin, mit ihr würde Luc niemals etwas anfangen. "Du dachtest, dass sie mir nahe steht? Dass sie mit mir das Bett geteilt hat?"
Luc wartete erst gar nicht auf eine Antwort. Er beugtte sich leicht vor und seine Lippen streiften für einen kurzen Augenblick Amandas. Dann wanderten sie weiter zu ihrem Ohr. Seine Hand strich an ihrem Hals hinunter und verweilte auf ihrer Schulter, während seine Lippen fast Amandas Ohr berührten. "Sie ist meine beste Freundin... Sag es ihr nicht, aber wenn ich mir vorstelle sie in mein Bett zu lassen, schaudert es mich. Hast du gesehen, wie sie mich begrüßt hat? Dann stell dir doch bitte mal vor, wie es wäre wenn man ihr wirklich die Zügel überlässt."
Als er sich wieder zurückzog kam eine fast schon gelangweilte Stimme von oben. "Das habe ich gehört! Zügle deine Zunge, mein Lieber oder ich lasse das nächste Mal eines deiner Gemälde mitgehen, hast du verstanden?", rief Esther und es klang so, als wäre sie wirklich beleidigt, obwohl sie nicht einmal genau wusste, was Luc gesagt hatte. Sie kannte ihn einfach... Sie wusste, wann er schlecht über sie redete.
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BeitragThema: Re: Lucs Anwesen   Di Feb 01, 2011 10:43 pm

Amanda war unendlich froh, dass Luc von selbst auf die richtige Antwort kam, denn wahrscheinlich hätte sie es nicht geschafft, die Wahrheit auf seine Frage zu erwidern. Schon garnicht, wenn er sie körperlich nun auch noch ablenkte. Ein Schaudern, ausgehend von ihren Lippen breitete sich in ihrem Körper aus und sie schloss die Augen, als sein Mund den Ihren streifte. Erst während er zu ihrem Ohr weiterwanderte öffnete sie sie wieder, einmal mehr mit dem Gefühl von Wackelpudding in den Knien.
Leise lacht sie auf, als sie seine Worte hörte. Den Einwand der Frau nahm sie garnicht richtig wahr, zu abgelenkt war sie von Luc, der sich fast schon wie ein Schleier über ihr Bewusstsein legte.
Doch auch eine Frage drängte sich ihr auf; eine Frage, die unbedingt nach einer Antwort verlangte. Ohne über mögliche Konsequenzen nachzudenken flüstert sie: "Was für Ihre Freundin nicht zutrifft, trifft das für andere Frauen zu?" Die etwas schwammige Formulierung war nicht beabsichtigt, aber sowas wie `Aber sonst tummeln sich wohl ziemlich viele Frauen in Ihrem Bett herum, nicht wahr?´ schien doch eher unangemessen. Ob die Frau ihre Frage ebenfalls gehört hatte, vermochte Amanda nicht zu sagen, es war ihr allerdings auch egal. Sie richtete ihren Blick auf die Marmorstufen zu ihren Füssen, als wären sie das Spannendste der Welt. Wie auch immer Luc antworten mochte -und es ist gut möglich, dass er genervt ist...- sie würde seine Reaktion erdulden müssen, schliesslich hatte sie ja auch unbedingt nachhaken müssen...
Eigentlich hatte sie eine ziemlich klare Vermutung, dass Luc nicht gerade prüde war. Sie wusste, dass sie nicht das Recht hatte, ihn für sich allein zu beanspruchen, aber ob sie den Gedanken ertragen würde, dass er sich des Nachts mit einer andern vergnügte? Nein, dieses Wissen würde sie krank machen, krank vor Neid. Die blosse Vorstellung rief eine seltsame Übelkeit in ihr hervor.
Aber was, wenn ich nicht gut bin im Bett? Nicht gut genug? Nicht genug, um ihn ... zufrieden zu stellen? Alberne Überlegungen, die dem Mädchen die Röte ins Gesicht trieben.
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BeitragThema: Re: Lucs Anwesen   Di Feb 01, 2011 11:02 pm

Bei der Frage war es nun an Luc leise zu lachen. Leider war dieses Amüsement nicht langanhaltend und Luc sah schließlich zu Esther, um ihr einen vielsagenden Blick zuzuwerfen. Diese seufzte theatralisch und warf eine ihrer Hände in die Höhe. "Ich verstehe ja schon.. Ihr wollt mich hier nicht haben, während Monsieur seine dunklen Geheimnisse auspackt. Wenn ihr mich sucht, dann bin ich in der Küche... Ich bin sicher, dass Malice schon etwas vorbereitet hat." //Mit Sicherheit hat sie das, immerhin kennt sie dich doch, Esther.//
Als die Frau hinter der nächsten Tür verschwunden war, drehte sich Luc wieder zu Amanda um. Nun waren sie allein... Aber er durfte sich davon trotzdem nicht ablenken lassen. "Ich glaube, dass ich ehrlich zu dir sein sollte... Zwar weiß ich wirklich nicht warum gerade zu dir, aber du bist einfach... anders, verstehst du?" Seine Gesichtszüge entglitten ihm kurz und man konnte den Schmerz sehen, die es ihm bereitete ehrlich zu sein, immerhin konnte es auch sein, dass Amanda ihn dann nicht mehr so nahe an sich heran ließ. "Es gibt nun einmal wenig Frauen, die kein Interesse an mit haben. Doch kommt es auch nicht oft vor, dass sich jemand hier her verirrt, der nicht gerade dämonisch ist. Und glaub mir, dass die dämonischen Frauen nicht immer schön aussehen." Eine weitere Pause seinerseits und dieses Mal legte er beide Hände auf Amandas Wangen, hielt ihr Gesicht fest, sodass sie nicht weg gucken konnte.
"Ja, es gab schon viele Frauen, aber du musst wissen, dass es immer nur eine gab... Eine... Im Moment habe ich mich für dich entschieden, auch wenn du, weiß Gott, nicht so bist wie die, mit denen ich sonst meine Gesellschaft teile. Du bist eben etwas besonderes." Zwar wusste er noch genau, dass Amanda immer und immer wieder an seinen Worten zweifelte, doch er versuchte trotzdem ihr zu zeigen, dass es sein ernst war. Vielleicht hatte er Frauen gehabt, die häufig wechselten, aber er hatte immer nur eine begehrt, seine Aufmerksamkeit einer einzigen geschenkt.
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BeitragThema: Re: Lucs Anwesen   Mi Feb 02, 2011 12:00 am

Amanda warf der Frau ein entschuldigendes Lächeln zu, auch wenn diese es vielleicht nicht sah. Aber sie war Lucs beste Freundin, Grund genug, zumindest zu versuchen, einigermassen mit ihr auszukommen.
Als er zu sprechen begann, hörte sie ihm aufmerksam zu. Es verunsicherte sie, Schmerz in seinem Gesicht zu sehen, aber sie verzichtete darauf, ihn zu unterbrechen oder zu berühren. Zuerst wollte sie hören, was er ihr zu sagen bereit war. Bei den Worten `Im Moment habe ich mich für dich entschieden´ fühlte sie nun überdeutlich, wie die Muskeln ihres Magens sich zusammenzogen. Da sie fürchtete, das Frühstücksbrötchen könnte gleich hochwandern, presste sie sich eine Hand auf den Mund. Doch sie musste nicht würgen, nur das äusserst unangenehme Gefühl in ihrer Magengegend blieb. Zwei Worte brannten sich in ihren Kopf: im Moment. Das bedeutete nicht dauerhaft...
Nachdem er geendet hatte, blieb es erstmal still. Ungewollt erinnerte Amanda sich an eine Strophe eines Liedes; 'Ich wär' so gern ein kleiner bunter Fisch. Ein Flossenschwinger, Wasserpanscher, voll von Lebenslust. Ein Lebenskünstler, Glücksgeniesser, leben für den Augenblick, geplantes Ablenkungsmanöver von einem Problem.' Diese Worte, die ihr bisher stets so unbeschwert erscheinen waren, bekamen plötzlich eine ganz andere Bedeutung. Leben für den Augenblick... Ja, sie wollte die Zeit mit Luc auskosten, selbst in der Befürchtung, dass sie nicht andauern würde.
Sie wollte, dass er glücklich war, wollte, dass er sie liebte, wollte, dass er sie wollte! Nur für den Augenblick.
Diesmal war die Geste, mit der sie ihm ihre Hände auf den Oberkörper legte alles andere als unbewusst. Langsam strich sie damit tiefer, erst beim Bund seiner Hose hielt sie inne und sah ihn mit grossen, immer noch etwas verunsicherten Augen an. Ob es wirklich richtig war?
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BeitragThema: Re: Lucs Anwesen   Mi Feb 02, 2011 12:39 am

Mit vielen Reaktionen hätte Luc gerechnet, doch mit dieser am wenigsten. Zuerst schloss er die Augen, legte seine Arme um Amandas Schultern und genoss ihre Berührungen, die nun viel zielgerichteter schien und ihn viel mehr die Fassung raubten. Erst dann wurde ihm klar, was ihn störte. Luc öffnete seine Augen und sah zu Amanda, sah ihren unsicheren Blick. Wie sehr Luc sie auch begehrte und wie gerne er es gehabt hätte, dass sie fortfuhr, er konnte es nicht ignorieren, dass sie ihrer selbst nicht sicher war.
Es war falsch, aber die Beherrschung auf Amanda zu verzichten hatte er auch nicht. Sanft nahm er ihre Hände in seine und hob sie an, drückte jeder einen gehauchten Kuss auf den Handrücken. "Warum?", fragte Luc, während er auf die makellose Haut Amandas sah und versuchte einen einigermaßen klaren Kopf zu behalten. "Warum gerade jetzt? Wo du dir doch nicht einmal sicher bist... Bitte verrat es mir..." Er wollte nicht weiter machen, wollte nicht weiter gehen, obwohl Amanda es nicht wirklich wollte. Warum hatte sie sich gerade jetzt dazu entschieden? Warum kam es nun von ihr, statt von ihm? Diese... Aufforderung?
Als sie zusammen in ihrem Zimmer gewesen waren, da hatte er aufhören müssen. Er hatte sich geschworen, dass er ihr Zeit geben würde, aber dabei war er immernoch davon ausgegangen, dass sie ihm nachgeben würde. Nun aber ging sie auf ihn zu, in einer nicht gerade perfekten Situation? Ihm wäre es zwar ziemlich egal, aber sie schien ihm einfach sehr viel... romantischer zu sein, viel einfühlsamer dahingehend.
Ein weiteres Mal wurde Luc klar, dass Amanda etwas besonderes war. Sie faszinierte ihn und überraschte ihn immer wieder, gerade jetzt. Schade, dass sie so wenig Zeit hatten und Lucs Leben nicht gerade das eines edlen Ritters war. Niemals zuvor hatte Luc diesen Umstand mehr bereut, aber ändern konnte man es auch nicht. So war er nun einmal und sollte eine Frau jemals längere Zeit an seiner Seite weilen, so musste sie das akzeptieren.
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BeitragThema: Re: Lucs Anwesen   Mi Feb 02, 2011 9:18 pm

Amanda war überrascht, dass Luc sie nicht dazu aufforderte, weiterzumachen. Als er nach ihren Händen griff, dachte sie, er tue dies, um sie weiter nach unten zu führen... Dass er genau das Gegenteil tat, war seltsam - aber das Mädchen war erleichtert und dankbar dafür. Die Frage, die sie ihm beantworten sollte, brachte sie allerdings ziemlich in Verlegenheit. "Ich weiss nicht", murmelte sie, fuhr dann jedoch weiter; "Ich denke, dass eine ... Beziehung" (das Wort kam ihr nur schwer über die Lippen, da sie nicht sicher war, ob es passte) "nur dann funktionieren kann, wenn einigermassen ein Gleichgewicht zwischen Geben und Nehmen besteht. Sie haben schon so viel für mich getan - angefangen mit der Einladung, zum Essen zu bleiben, dann haben Sie für mich ein Stück auf dem Klavier gespielt, mir den Garten gezeigt und so weiter, und jetzt darf ich sogar bei Ihnen wohen. Nun möchte ich mal was für Sie tun. Und sie begehren es doch, das sehe ich.." Kurz kam Amanda in Versuchung ihn zu fragen, ob sie ihn duzen durfte, aber sie verdrängte den Gedanken. Im Augenblick gab es wirklich Wichtigeres, über das sie sich den Kopf zerbrechen konnte.
"Das Problem ist nur, dass ich... Dass ich nicht weiss, wie... " Sie warf ihm einen vielsagenden Blick zu, dann schaute sie verlegen auf seine Hände und begann, an einem seiner Ringe herumzuspielen. "... und ich möchte nichts falsch machen."
Langsam fragte sie sich selbst, warum sie einfach so zur Tat geschritten war. Sie war überzeugt, dass sie sich viel wohler fühlen würde, wenn er die Initiative ergreiffen würde. Denn bisher machte es den Anschein, als könnte sie sich auf ihn mehr verlassen als auf sich selbst.
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BeitragThema: Re: Lucs Anwesen   Mi Feb 02, 2011 10:24 pm

Diese Ehrlichkeit... Luc brauchte etwas und beobachtete einfach nur, wie Amanda an seiner Hand mit einem der vielen Ringe herumspielte. So wunderschöne filigrane und zarte Hände... "Wenn ich dich also richtig verstanden habe, dann ist das einzige, was dich zurückhält, die Frage, ob du etwas falsch machst?", fragte er vorsichtig und darauf bedacht nicht zu erfreut darüber zu klingen. Hinter seiner Stirn arbeitete es, nachdem er einigermaßen dieses heiße und brennende Gefühl in der Lendengegend verdrängt hatte.
Luc wollte es aber perfekt für sie und so hauchte er einen Kuss auf ihre Stirn und lächelte sie vertrauensselig an. "Keine Angst... das werde ich mir merken. So oder so wirst du schon dazu kommen dich bei mir zu revanchieren, aber nicht jetzt. Sei mir bitte nicht böse. Es wäre kein Problem gewesen, aber es passt nicht zu dir... Nicht so. Aber ich wäre sehr erfreut, wenn du mich heut Abend in mein Bett begleiten könntest. Du musst nicht bleiben und darfst gehen, wann immer du willst...", flüsterte Luc und dann vergrub er seine Nase in Amandas Haaren, roch an ihnen und seufzte leise und zufrieden.
Mit einer Hand glitt er von Amandas Taille hinauf, strich über ihre Kurven und wieder hinab, bis seine Hand an ihrem Po zum Stillstand kam. Das hatte er einfach nicht unterdrücken können, eine kurze Geste. Es war wohl wirklich ein Wunder, dass er die Geduld aufbringen konnte nicht doch weiter zu gehen. Dabei hatte sie doch dieses wunderschöne Kleid an... es war so kurz und Luc fand, dass es Amandas Schönheit noch unterstrich. Ihre einzelnen Sommersprossen.. er wollte jede einzelne mit einem Kuss versehen, jeder einzelnen Aufmerksamkeit schenken.
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BeitragThema: Re: Lucs Anwesen   Mi Feb 02, 2011 11:01 pm

Böse sein? IHM böse sein dafür, dass er so einfühlsam und geduldig war? Amandas Mundwinkel verzogen sich zu einem leichten Lächeln. Es war einfach perfekt... ER war perfekt. Auf eine verrückte Art und Weise freute sich sich schon darauf, irgendwann mal einen kleinen Fehler an ihm zu finden - irgendeine Macke die zeigte, dass er ein Mensch war, und nicht (wie sie im Augenblick ohne Weiteres geglaubt hätte) ein 'Gott'.
Seine erste Frage quitierte sie mit einem leichten Nicken. Sein Kuss und das Lächeln, mit dem er ihrer Meinung nach Steine zum Erweichen bringen würde steigerten ihr Wohlbefinden noch weiter. Fast schon hätte sich eine wohlige Schläfrigkeit in Amanda geregt, doch dann hörte sie seinen Vorschlag, der den heutigen Abend betraff. Einige Sekunden dauerte es, bis ihr bewusst wurde, was er gesagt hatte. Dann stieg ihr Pulsschlag in rekordverdächtiger Geschwindigkeit und obwohl sie nur ganz normal dastand konnte sie fühlen, wie ihr Herz hinter ihrer Brust pochte. Seine Hand, die auf ihrem Po zu liegen kam, trug absolut nicht dazu bei, dass sie sich wieder beruhigte, im Gegenteil. Sie fühlte sich aufgeregt wie ein kleines Kind an seinem ersten Schultag.
Sie reckte sich ein wenig, um die Distanz zwischen seinem Ohr und ihrem Mund zu verringern. Allerdings bewegte sie sich dabei nur vorsichtig, in der Hoffnung, dass er weder sein Gesicht von ihrem Haar noch de Hand von ihrem Po nahm, denn beides fühlte sich angenehm an. "Ich werde da sein", flüsterte sie zaghaft. Selbst im Flüsterton war ihre Stimme aber ein paar Töne zu hoch, was deutlich machte, dass sie nervös war. "Danke", fügte sie nach einem kurzen Zögern hinzu.
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BeitragThema: Re: Lucs Anwesen   Mi Feb 09, 2011 11:08 pm

Dann musste er nur noch hoffen, dass er auch heute Abend noch diese Geduld besaß. Doch daran zweifelte Luc eher weniger. Irgendwie würde er es schon schaffen.. zumindest hoffte er es. Er nahm noch einen tiefen Zug und beschloss, dass dieser Geruch einer Droge gleich kam, dann löste er sich wieder von Amanda. Ein entschuldigendes Lächeln lag auf seinen Lippen. "Ich glaube wir sollten Esther nicht zu lange allein lassen... Sonst haben wir nachher nichts mehr zu essen. Diese Frau kann verschlingen was sie will und es macht ihrer Figur nichts... oder gar ihrem Magen.", Luc schüttelte leicht mit seinem Kopf und nahm dann Amandas Hand, hob sie zu seinen Lippen. Während er durch seine Wimpern hindurch Amanda in die Augen sah, hauchte er ihr einen Kuss auf den Handrücken.
Schließlich löste er sich wirklich und ging die Treppe hinauf, wohl bedacht, dass Amanda ihm folgte. "Nur damit das ein für alle mal klar ist: Ich will dich an meiner Seite haben so lange es geht oder zumindest in meiner Nähe. Wenn du weg gehen solltest, weil es besser für dich ist, dann sage ich dir das schon." Mit den Worten öffnete er die Tür zur Küche und blickte suchend hinein. Esther hatte gerade die Tür eines Hängeschranks geöffnet und schien nach etwas zu stöbern. Auf der Kochinsel in der Mitte der Küche lagen schon etliche Verpackungen, Krümel und andere Essensreste. "Wo warst du denn die ganze Zeit? Hat man dir nichts zu Essen gegeben?", brummte Luc nur leicht verstimmt. "Doch man hat mir sogar sehr viel angeboten. Leider mag ich das scharfe Zeug nicht wirklich.", entgegnete Esther, etwas gedämpft durch die Schranktür. "War klar, dass man dir nichts verwehren konnte. Wahrscheinlich hast du sie fast in den Boden getrampelt." Darauf folgte nur ein leicht angesäuertes 'Hey!'.
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BeitragThema: Re: Lucs Anwesen   Do Feb 10, 2011 8:51 pm

Esther heisst sie also. Zwar hätte Amanda den Moment gerne noch ein wenig hinausgezögert, aber sie war auch neugierig auf Lucs beste Freundin. Dass sie schonmal nicht zu diesen 'ich ess pro Tag nen halben Apfel und ne Karotte'-Menschen gehörte, rückte sie für in Amandas Augen in ein sympatisches Licht. Das Mädchen selbst machte sich auch nie Sorgen um ihre Figur - es gab zwar Tage, an denen sie eine ziemliche Naschkatze war, dafür gehörte sie zu den Leuten, die nicht Frustessen, sondern das Gegenteil betreiben. Oder aber sie war so zerstreut, dass sie garnicht daran dachte, etwas zu essen, bis ihr Magen sie lautstark daran erinnerte.
Amandas Blick strich kurz über die Silhouette Lucs, der vor ihr ging. Nein, er hatte bestimmt auch keine Figurprobleme.
Als ihre Gedanken bereits zu der Frage abgedriftet waren, ob er eher auf zierliche oder üppige Figuren stand, sagte er etwas, das solche Banalitäten in den Hintergund drängte. Anfangs versuchte sie noch, ihr Lächeln zu unterdrücken, doch als sie bei der Küche standen, strahlte sie übers ganze Gesicht.
Der kurze Wortchsel zwischen Esther und Luc amüsierte sie. Höflichkeitshalber versuchte sie aber, es sich nicht zu sehr anmerken zu lassen.
Halb hinter Lucs Schulter versteckt (neue Kontakte knüpfen war so garnicht ihre Stärke) sah sie sich in der Küche um und hüpfte sogar kurz hoch, um einen Blick auf eine runde Plätzchendose zu erhaschen, die auf einem Regal am andern Ende der Küche lag. "Ähm.. Dort drüben sind noch Kekse", wandte sie sich etwas unsicher an Esther.
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BeitragThema: Re: Lucs Anwesen   Do Feb 10, 2011 9:11 pm

Esther schaute auf und sah an Lucs Schulter vorbei, Amanda an. Erst schien sie überrascht zu sein dass die Frau, halb versteckt hinter Luc, überhaupt das Wort an sie gerichtet hatte. Doch das dauerte nur einen Moment lang an, denn statt sich darüber aufzuregen, bestimmte ihr Magen, dass dieses Mädchen einzigartige Klasse war. "Oh, danke.", meinte sie und kletterte dann auf die Arbeitsfläche, um die Dose herunter zu holen.
Luc brummte nur leise ein: "Warum stand sie wohl dort oben?" Doch er schien es nicht wirklich übel zu nehmen. "Aber dann gib Amanda wenigstens auch welche ab, immerhin hat sie sie für dich entdeckt und seit dem Frühstück hat sie nicht mehr gegessen.", sagte Luc nun etwas lauter und dann nahm er sich einen Stuhl und setzte sich an den Tisch für vier Personen. Zwar war es für Esther immernoch gewöhnungsbedürftig, wie fürsorglich Luc zu Amanda war, aber trotzdem ließ sie sich nicht von ihrem Tun abbringen. "Jaja... erstmal sehen wie viele noch da sind.", war ihre Meinung und dann setzte sich Esther auf die Arbeitsfläche, nicht weit von dem Tisch entfernt, und schwang mit ihren Füßen hin und her, sodass immer ein pochen entstand, wenn ihre Absätze an die Schränke stießen.
"Du hast Glück... Ich hoffe du magst Schokokekse?", meinte Esther und dann nahm sie sich die Hälfte der gut gefüllten Keksdose und warf Amanda die nun halb leere Dose zu. Ohne darauf zu achten, ob Amanda sie fing oder nicht, knabberte die Frau schon an ihrem ersten Keks. Sie summte leise vor sich hin und das Pochen ging in einem Rhythmus weiter.
Luc versuchte nicht allzu erschöpft auszusehen, doch wenn er ehrlich war raubte Esther ihm jedes Mal verdammt vie Kraft, wenn sie da war. Klar sie war seine beste Freundin, aber immer wollte er sie auch nicht um sich herum haben. Mal ganz davon abgesehen, dass er das auch nicht musste. Esther verschwand und tauchte auf, wie sie wollte. Doch wenn Luc sie brauchte, war sie da.
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BeitragThema: Re: Lucs Anwesen   Do Feb 10, 2011 9:59 pm

So ganz konnte Amanda ein schiefes Grinsen nun doch nicht mehr verkneifen, als sie sah, wie Esther einfach auf die Arbeitsfläche kletterte. Es hatte ein bisschen was von einem Äffchen, das keine Manieren oder dergleichen kannte, sondern nur darauf bedacht war, seine Banane vom Baum zu klauben.
Mit einiger Mühe schaffte Amanda es, die Keksdose aufzufangen, die unvermittelt auf sie zuflog. "Danke." Oh man wäre das peinlich gewesen, wenn sie mir zu Boden gefallen und alle Kekse rausgekullert wären... Eigentlich war es erstaunlich, dass ihr in Lucs Gegenwart noch nichts dergleichen passiert war. Naja, abwarten...
Sie setzte sich auf einen Stuhl neben Luc und nahm sich einen Keks aus der Dose, ehe sie diese auf den Tisch legte und ein Stückchen in seine Richtung schob. Schliesslich hatte er seit dem Frühstück doch auch nichts mehr gegessen.
Zumindest wird es nicht schwierig, für Esther ein Weihnachtsgeschenk zu finden - eine 5kg Packung M&M's und ein Essensgutschein in einem dieser eckligen XXL-Restaurants. Für den Fall, dass ich noch bis Weihnachten mit ihr Kontakt haben sollte...
Keine fünf Sekunden darauf wäre Amanda am liebsten aufgestanden, um Esther ihre Schuhe auszuziehen. Sie empfand das Geräusch, mit dem die Absätze gegen das Holz stiessen als unangenehm. Wie das viel zu laute, ungewohnte Ticken einer Uhr. Vielleicht war Esther doch kein Äffchen, sondern eher ein aufmerksamkeitsbedürftiges Kind... Oder eine Mischung aus beidem. Trotzdem fand Amanda sie bisher ganz sympathisch. Wenn sie nur ihre Füsse stillhalten würde...
Sie überlegte, ob sie irgendwas sagen solle, aber bevor sie einen unnötigen Kommentar über das Wetter machte zog sie es doch vor zu schweigen. Nachdem sie den ersten Keks verspiesen hatte, nahm sie einen Zweiten, biss davon ab, und legte ihn zurück auf den Tisch. Dann begann sie, mit den Fingern der linken Hand an den kleinen Wunden ihrer rechen Handfläche herumzuknubbeln und das restliche Blut abzukratzen. Hoffentlich würde das keine Narben geben. Warum musste sie auch immer gleich so überreagieren?
To-Do List: Fingernägel schneiden!
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BeitragThema: Re: Lucs Anwesen   Do Feb 10, 2011 10:35 pm

Lucs Blick verfolgte Amanda, wie sie sich auf den Stuhl setzte und er ließ auch nicht von ihr ab. Er sah sie einfach viel zu gerne an... Fast wäre ihm gar nicht aufgefallen, dass Amanda ihm auch etwas zuschob, was ihm ein Lächeln entlockte. Er nahm den Keks und hatte ihn auch bald darauf aufgegessen. Lecker waren sie... Malice war aber auch eine sehr gute Köchin. Zum Glück konnte sie eigentlich überall im Haushalt helfen. Doch was intime Dinge betraf, da hielt sie sich zurück und außerdem... Luc würde bestimmt keine Frau bei sich haben wollen, die nur ein Auge besaß. Zumindest nicht, wenn er keine tieferen Gefühle ihr gegenüber hegte.
Schließlich wurde es Luc zu viel und er merkte auch, dass Amanda nicht sehr angetan von der Geräuschkulisse war. Er stand auf, ging zu Esther und fasste sie an den Unterarmen, um sie von der Arbeitsplatte zu ziehen. Sie murrte beleidigt und schmollte, während sie nun im Stehen weiteraß. "Manchmal kannst eine verdammte Spaßbremse sein.", maulte sie. "Und du kannst einem ganz schön auf den Geist gehen.. Aber keine Angst, solange ich dich nicht immer bei mir haben muss, ist das alles super." Gerade wollte er wieder zum Tisch zurück, da spürte er ihre Hand auf der Schulter. Esthers Blick lag auf Amanda und sie sah sie prüfend über Lucs Schulter an. Sie schien etwas sagen zu wollen, doch dann ließ sie es doch bleiben. Esther ließ Luc los und ging dann an Amanda vorbei zur Küchentür. "Ich gehe dann mal auf mein Zimmer... So vollgefressen brauche ich erst einmal meine Ruhe.", meinte sie mit einem Lächeln und dann ging sie, ohne eine Antwort abzuwarten, hinaus.
Auch Luc sagte dazu nichts weiter, sondern setzte sich wieder auf den Stuhl. "Wollen wir dann jetzt in die Bibliothek?", fragte er Amanda. immerhin musste er ein paar Bücher durchstübern und Esther würde erst einmal für ein paar Stunden Ruhe geben. Das musste man ja irgendwie ausnutzen, denn diese Frau war nicht so der Bücher liebende Mensch.
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BeitragThema: Re: Lucs Anwesen   Do Feb 10, 2011 11:02 pm

Etwas verwundert sah Amanda Esther nach. Seltsame Frau... "Hat sie was gegen mich?", raunte sie Luc leise zu, als Esther ausser Hörweite war. "Achja die Bibliothek - die hatte ich fast schon vergessen. Ja, ich würde mich freuen, dort hinzugehen." Sie erhob sich und schnippte ein paar Kekskrümel von ihrem Kleid. Bei der Gelegenheit zupfte sie es auch gleich ein wenig zurecht. Dabei wurde ihr wieder bewusst, dass der Ausschnitt schon etwas tief sass... Aber spielte das jetzt noch eine grosse Rolle in Anbetracht der Tatsache, dass sie heute Abend noch einige Hüllen mehr fallen lassen würde? Als sie daran dachte, wurde sie ganz zappelig. Unfähig, weiter stillzustehen trat sie hinaus auf den Flur und schritt zwischen den Gemälden an der Wand hin und her, ohne sie genau zu betrachten, während sie auf Luc wartete.
Sobald er neben ihr war, fiel ihr etwas ganz anderes ein; "Sie sagten, am Ende des Flurs, in dem mein Zimmer liegt befinden sich die Zimmer 'zweier Freunde'; gehört eins davon Esther?" Ob sie es gut oder schlecht finden sollte, die Frau in ihrer Nähe zu haben, wusste sie nicht recht. Sie hoffte nur, dass Esther des Nachts nicht genauso laut war wie vorhin.
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BeitragThema: Re: Lucs Anwesen   Do Feb 10, 2011 11:19 pm

Kurz dachte Luc über Amandas Frage hinsichtlich Ether nach, doch dann schüttelte er ein wenig mit dem Kopf. "Nein.. sie hat nichts gegen dich. Zumindest nichts gegen dich persönlich. Sie ist nur... Sie hat etwas gegen den Lebensstyl, den ich hege. Ihrer Meinung nach soll ich mich entscheiden, was ich will." Er seufzte leise und stand dann auf, um Amanda hinaus auf den Flur zu folgen.
Er führte sie in einen etwas abgelegenen Teil der Villa und eine Wendeltreppe hinauf in eine der Zinnen. "Ja, tatsächlich gehört das letzte ihr. Aber sie schläft nicht oft hier. Sie ruht sich zwar aus, aber sie bleibt nie allzu lange. Dafür lässt sie sich aber öfter blicken als Cerbas. Ihm gehört das andere Zimmer." Luc geleitete Amanda in einen Raum, der größer war als die anderen sonst. Zur Decke hin war er spitz und oben waren viele Fenster, die ausreichend Licht hinein ließen. An den Wänden waren überall Bücherregale und auch einige Reihen standen im Raum verteilt herum. Hier und dort lagen ein Baar Bücher übereinander gestapelt und eine Leiter führte zu den schwer erreichbaren Büchern.
Luc setzte sich an den einzigen Tisch im Raum. Dort stand eine Kanne mit Tee und ein Teller mit Gebäck. Scheinbar hatte Malice mitbekommen, dass sie auf dem Weg zur Bibliothek gewesen waren. //Sie weiß, dass ich hier nie allzu schnell wieder heraus komme...// Mit aufmerksamen Blicken beobachtete Luc, wie Amanda reagierte. Luc selbst wusste nicht wie viele Bücher hier waren, nur dass es viele waren, verdammt viele. Sehr viele alte und trotzdem gut erhaltene Bücher, doch auch neue waren hier, welche die erst vor kurzem erschienen waren.
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BeitragThema: Re: Lucs Anwesen   Fr Feb 11, 2011 9:17 pm

Amanda konnte nur mit einiger Mühe verhindern, dass ihr Mund aufklappte, während sie sich in dem Raum, der als Bibliothek diente umsah. Die Tatsache, dass sie sich in einer Zinne einer prachtvollen Villa befanden, die Einrichtung, der Geruch nach alten Büchern - all dies verlieh dem Zimmer etwas märchenhaftes, verträumtes. "Das ist ja wundervoll", flüsterte sie, mehr zu sich selbst. Dann, etwas lauten, fragte sie: "Welcher Art sind diese Bücher? Nur Sachbände oder auch Unterhaltungsliteratur? Gibt es auch welche in Fremdsprachen?"
Sie trat vor eines der Regale, sah sich einige der Buchtitel durch und zog wahllos eines der Bücher heraus. Mit einer fast schon liebevollen Geste strich sie über den bunten Einband, ehe sie es auf einer beliebigen Seite aufschlug, fast als müsste sie sich überzeugen, dass es echt war und tatsächlich beschriftet war. Nachdem Amanda einige Sätze überflogen hatte, klappte sie es wieder zu und stellte es sorgfältig zurück ins Regal. Ein Werk Humboldts - wie dem Titel zu entnehmen war -, in dem er viele seiner Entdeckungen beschrieb. Sehr interessant und wahrscheinlich nicht gerade ein Buch, das man zu einem Spottpreis erwerben konnte. Das Mädchen merkte sich seine Lage im Regal und beschloss, es bei Gelegenheit näher zu begutachten.
"Darf ich hier auch ohne Ihre Begleitung und ohne Ankündigung herkommen?" Es würde ihr schwer fallen, ein Nein zu akzeptieren, aber für Luc würde sie es versuchen; während sie bei den allermeisten andern garnicht erst um Erlaubnis gefragt hätte. 'Bitte lieber um Vergebung als um Erlaubnis' - ein Filmzitat, das sie möchte, auch wenn es nicht sehr zu ihrem Wesen passte.
Da hatte sie ganz offensichtlich ihren Lieblingsraum gefunden. Höchstens Lucs Zimmer könnte ihn noch übertreffen..
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BeitragThema: Re: Lucs Anwesen   Sa Feb 12, 2011 12:49 am

Luc war dabei etwas Tee in eine der beiden Tassen zu schütten, die außerdem auf dem Tisch standen. Es war edles Porzelan und er fragte sich, warum Malice das gebraucht hatte. Hätte es nicht auch etwas schlichtes sein können? Schließlich war auch die andere Tasse mit Erdbeertee gefüllt. Ein Löffel mit Zucker süßte Lucs Tee und er rührte abwesend in der Flüssigkeit herum, während er zu Amanda sah.
"Hier sind Bücher aller Art. Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, ob sie irgendwie geordnet sind und wenn ja, wie. Als ich dieses Haus hier übernahm war die Bibliothek schon gut gefüllt gewesen. Die Regale habe ich restaurieren lassen und sonst hat jedes Buch seinen alten Platz wieder bekommen. Die Bücherreihen, die hier freistehend sind, das sind die Bücher, die ich hier her gebracht habe oder erworben. Die neuesten findest du aber in den Bücherstapeln, da bisher noch nicht genug Platz war, um sie einzuordnen.", meinte Luc informativ und dann sah er zu den beiden Tassen. Dampf stieg von ihnen auf und Luc roch den aromatischen und süßen Duft.
"Du darfst hier her kommen, wann immer du es willst. Aber mit einer Bedingung." Sein Blick wanderte nun zu einem kleinen Teil der Regale an der Wand, der mit schweren Vorhängen verdeckt wurde. "Du wirst nicht versuchen eines der Bücher hinter dem Vorhang zu lesen. Solltest du aber der Versuchung nicht widerstehen können.. So tue mir wenigstens den Gefallen und komm nicht auf dumme Gedanken, ja? Es gibt genug mysteriöse, aber ungefährliche Bücher verteilt in diesem Raum. Wenn du willst, so kann ich dir einige zeigen. Generell kannst du mir ruhig sagen, wonach du suchst und ich führe dich in die Richtung in der das Buch ist. Es heraussuchen musst du es aber selber."
Luc atmete einmal tief durch und eine Ruhe erfüllte ihn, die so gut tat, dass er zufrieden Seufzte. "Willst du Erdbeertee und Gebäck?", fragte er schließlich und schenkte Amanda ein herzliches Lächeln.
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BeitragThema: Re: Lucs Anwesen   Sa Feb 12, 2011 12:15 pm

Bei Lucs Worten wandte Amanda sich von dem Wandregal, vor dem sie immer noch stand ab und begab sich zu einem der freistehenden Regale. Es interessierte sie sehr, was für Bücher Luc sich selbst angeschafft hatte. Doch noch bevor sie dazu kam, die Titel zu überfliegen, lenkte er ihre Aufmerksamkeit auf einen Teil der Wand, der von Vorhängen verdeckt war, die ihr zuvor garnicht aufgefallen waren. Ein Funke Neugier glimmte in ihr auf, doch sie unterdrückte ihn mit dem Gedanken, dass es ein ziemlicher Vertrauensmissbrauch wäre, sich diese Bücher entgegen Lucs Verbot heimlich anzuschauen. "Ich denke, ich werde mich zurückhalten können", erwiderte sie - zwar etwas vorsichtig ausgedrückt, dafür aber ehrlich. Sie konnte sich ja mit der Überlegung vertrösten, dass er ihr vielleicht irgendwann freiwillig zeigen würde, um was für Bücher es sich handelte.
Dem Erdbeertee konnte das Mädchen natürlich nicht widerstehen. Während sie zu Luc schlenderte, entdeckte sie eine sehr alt aussehende Bibel in einem der Wandregale. Amanda war keineswegs religiös, aber sie erinnerte sich an einige Latein-Unterrichtsstunden, in denen sie mit ihrer damaligen Vertretungslehrerin (die genauso unreligiös gewesen war) 'Bibelkunde' gehabt hätten - stattdessen hatten sie schlussenlich einen Contest gemacht, wer die lustigsten Stellen in dem eigentlich todernsten Buch finden konnte.
Während sie sich Luc gegenüber auf einen Stuhl niederliess und mit einem dankenden Lächeln die Teetasse näher zu sich zog, blätterte sie mit der andern Hand in dem Buch herum. "Da stehen die amüsantesten Liebesbriefe drin, die ich kenne", meinte sie, ehe sie einige Stellen zitierte: "Siehe, meine Freundin, du bist schön; schön bist du, deine Augen sind wie Taubenaugen. Dein Haar ist wie eine Herde Ziegen, die gelagert sind am Berge Gilead herab. Deine Zähne sind wie eine Herde Schafe mit beschnittener Wolle, die aus der Schwemme kommen, die allzumal Zwillinge haben, und es fehlt keiner unter ihnen. Dein Schoss ist wie ein runder Becher, dem nimmer Getränk mangelt. Dein Leib ist wie ein Weizenhaufen, umsteckt mit Rosen. Deine zwei Brüste sind wie zwei Rehzwillinge." Leise kichernd schlug sie das Buch wieder zu und schob es ein wenig beiseite. Dann hob sie die Tasse zu ihren Mund und trank einen Schluck des Tees. Eine angenehme Wärme breitete sich, ausgehend vom Magen, in ihrem Körper aus. "Wem gehörte dieses Haus eigentlich früher? Wohnen Sie schon lange hier?", erkundigte sie sich, ehe sie nach einem Gebäckstück griff, das wie ein kleines Croissant aussah. Genüsslich biss sie davon ab. Es schmeckte wunderbar süss.
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BeitragThema: Re: Lucs Anwesen   Sa Feb 12, 2011 3:45 pm

Mal sehen, ob Amanda es wirklich konnte. Luc hatte da leichte Zweifel, doch er dachte nicht daran, dass sie seine Warnung einfach so in den Wind schlagen würde. Hoffentlich nicht... Die Textstelle, die Amanda vorlas zauberte ein Lächeln auf seinem Gesicht und er fragte sich, ob sie es immernoch so albern finden würde, wenn er es zu ihr sagen würde. Vielleicht kam er heute Abend darauf noch einmal zurück...
"Tatsächlich mochten die Frauen von damals solche Liebeserklärungen an ihre Körper. Zumindest eine Vielzahl von ihnen. Aber ich muss zugeben, dass solche Worte nicht ihren Weg über meine Zunge hinaus finden. Dafür ist es viel zu lang... Wer will schon erst einmal eine halbe Stunde zuhören, ehe man endlich seine Kleider verliert?" Luc sah über den Rand seiner Tasse zu Amanda hinüber und wartete auf die Reaktion seiner Worte. Schließlich trank er ein wenig und stellte die Tasse wieder ab. Seine beide Hände umschlossen das Porzelan und er blickte in die dunkle Flüssigkeit. "Dieses Haus war seit dem 18. Jahrhundert ein Familienbesitz. Doch die letzte Generation war nicht sehr ausgeprägt und so kam es, dass alle direkten Erben bei einem Feuer ums Leben kamen. Eigentlich wäre es dann an weit entfernte Verwandte gegangen, aber ich hatte schon einige Zeit nach diesem Haus gesehen. Es gefiel mir sehr, aber man machte mir keine allzu großen Hoffnungen, da man das Haus nicht verkaufen wollte, zu keinem Preis. Als nun aber ein Mann aus einfachen verhältnissen das Haus bekommen sollte, nahm ich Kontakt zu ihm auf. Er wollte nicht umziehen, wohnte glücklich mit seiner Familie über tausend Kilometer entfernt und er hatte nicht genug Geld, um für dieses Haus sorgen zu können. So war er sehr froh, dass ich als einziger Interessent das bezahlen konnte, was er verlangte. Es war nicht so viel, wie es wert gewesen wäre, aber den wahren Wert dieses Hauses kann man nicht aufbringen. Also kam es in meine Hände und die meisten Sachen ließ ich auch so, wie sie schon vorher waren. Nur einige kleinere Dinge muste ich in Stand setzen oder renovieren. Das ist nun... fünf Jahre her."
Luc sah wieder auf und an Amanda vorbei zu den Büchern. Schließlich schob er seinen Stuhl zurück und stand auf. Ohne ein weiteres Wort zu sagen ging er zu einem der Wandregale, nahm die Leiter und schien sie wahllos zu verschieben, bis er schließlich Sprosse für Sprosse erklomm. Ganz oben angekommen fuhren seine Finger über die Bücherrücken und ergriffen dann eines. Mit diesem Buch, das sehr alt und auch schon ziemlich verfallen aussah, kam er wieder zu dem Tisch zurück und setzte sich hin. Er schob er Amanda zu. "Hier... Falls du dich für die Geschichte dieses Hauses interessierst. Oder besser gesagt: Dafür, was die Leute über dieses Haus dachten. Es hatte keinen sehr guten Ruf. Erst nachdem ich hier fünf Jahre lebe, kommen wieder reiche Herren an und wollen, dass ich es verkaufe." Ein wissender Gesichtsausdruck machte sich breit. "Sie warten umsonst."
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BeitragThema: Re: Lucs Anwesen   Sa Feb 12, 2011 8:54 pm

"Nur so nebenbei: Sollten Sie meinen Körper jemals als Weizenhaufen bezeichnen, werde ich darüber nicht ganz so erfreut sein", verriet sie ihm mit einem verschmitzten Lächeln.
Bei seiner Bemerkung über das Kleider-verlieren verschluckte sie sich an ihrem Gebäck und musste kurz husten. Verschiedene, grösstenteils nicht sehr gesittete Vorstellungen strichen durch ihren Kopf. Ausgedehnte Vorspiele sind wohl nicht sein Ding... "Aber ich hoffe doch sehr, dass Sie kein Hektiker sind?" Was auch immer das heissen mochte... Sie bereute es, den Mund aufgemacht zu haben und rührte daher betreten in ihrer Teetasse herum.
"Bei einem Feuer? Wie grausam... Aber kein bewusst gelegter Brand, oder?" Mit möglichst unbeschwerter Miene musterte sie Lucs Züge, während sie sich fragte, wie weit er zu gehen bereit gewesen war, um dieses Haus zu bekommen. Doch sie konnte sich beim besten Willen nicht vorstellen, dass er den qualvollen Tod unschuldiger Menschen in Kauf genommen hatte.
"Ich vermute mal, dieser wahnsinnig hohe Wert hat etwas mit den Dämonen zu tun?"
Dass er die Villa vor fünf Jahren erworben hatte, überraschte Amanda. Sie war wirklich nicht gut darin, das Alter anderer Personen zu schätzen, aber Luc war auf keinen Fall älter als 25. Er musste also sehr jung gewesen sein, als er hier einzog. Und das widerum lässt vermuten, dass er keine allzu normale Kindheit hatte - aber das konnte ich mir ja schon denken.
Sie kostete die Gelegenheit aus, ihn einmal in Ruhe beobachten zu können -wenn auch nur sehr kurz-, während er das Buch herunterholte. Sie mochte die Art, wie er sich bewegte. Kontolliert und anmutig. Leider setzte er sich nur einige Sekunden später wieder hin und sie musste ihre Aufmerksamkeit dem Buch zuwenden. Langsam öffnete sie es und blätterte ein wenig darin, vorsichtig darauf bedacht, die Seiten nicht zu beschädigen. Ab und zu überflog sie einen Abschnitt, während sie an einer ihrer Strähnen herumspielte, wie sie es oft zu tun pflegte. Nach einer Weile sah sie wieder zu Luc auf. "Das klingt ja ganz schön geheimnisvoll. Ich mag dieses Haus immer mehr!"
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BeitragThema: Re: Lucs Anwesen   Sa Feb 12, 2011 10:37 pm

"Mir würden sicherlich viel schönere Bezeichnungen für deinen Körper einfallen.", entgegnete Luc und er erwiderte das Lächeln. Er mochte es sich mit Amanda zu unterhalten, denn sie schien nicht gerade auf den Kopf gefallen zu sein, was gute Erwiderungen anging. Doch was ihre Frage anging, mit der hätte er nun doch nicht gerechnet. Luc nahm die Tasse wieder in die Hand und sah seine Gesprächspartnerin einige Zeit an, ehe er antwortete. "Nein, ich wage es zu behaupten, dass ich bestimmte Dinge auch ruhig angehen lassen kann. Wenn man es von mir mochte, so kann ich auch geduldig sein. Selbst wenn es mir bei dir schwer fallen würde." Er sah Amanda kurz eindringlich an und wandte dann seinen Blick wieder ab.
"Man weiß nicht genau wie das Feuer entstanden ist, aber man vermutet, dass es ein eifersüchtiger Exfreund gewesen war. Jedoch konnte man ihm nichts nachweisen." Vor allem konnte man die Bestechung durch Luc nicht nachweisen.
Als Lucs Tasse leer war, stellte er sie ein wenig abseits hin. Er wollte nichts essen und so rührte er auch kein Gebäck an. Es war auch so schon ungewöhnlich, dass er gefrühstückt hatte. Das sprach eigentlich gegen seine Essgewohnheiten. Amanda brachte mit ihrer Anwesenheit so einiges durcheinander. Bei anderen Frauen achtete er immer darauf, dass alles so blieb wie es war, während er sich mit ihnen Vergnügte. Nun aber hatte er weder Nachforschungen angestellt oder trainiert. Vielleicht könnte er Amanda dazu überreden, dass sie mit dabei war? Luc würde sich weniger Sorgen machen müssen, wenn er wusste, dass sie sich einigermaßen verteidigen konnte. Leider hatte er sich vorgenommen bis zum Abend zu warten, bis er sie in seinem Bett hatte. Schade eigentlich. Dazwischen stand noch ein Film, aber vielleicht konnte er Malice nach einem fragen, der nicht zu lange andauerte.
"Dieses Haus verbirgt so einiges hinter seinen Mauern, sogar Dinge von denen die Außenwelt wenig ahnt. Wie du schon richtig vermutet hast sind es vor allem die Dämonen. Doch auch noch andere Sachen haben diese Villa so interessant für mich gemacht. Es gibt wenige Orte an denen man so sicher ist, wie hier. Zumindest, wenn man kein ungebetener Besucher ist."
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BeitragThema: Re: Lucs Anwesen   Sa Feb 12, 2011 11:31 pm

Bei Lucs eindringlichem Blick breitete sich eine kribblige Hitze in Amanda aus. Einmal mehr ärgerte sie sich darüber, dass er sie durch solch kleine Gesten derart aus der Fassung bringen konnte. "Gut, ich denke nämlich nicht, dass ich ein Freund von wildem Herumgezappel bin." Wieder ein Gedanke, den sie dummerweise laut ausgesprochen hatte. Sie wandte den Blick kurz ab und betrachtete das Buch, sah aber wieder zu Luc hoch, als er weitersprach. Nachdem er geendet hatte, blätterte sie eine Seite weiter. Ein schwarz umrandeter Zeitungsartikel, der eingeklebt worden war erweckte ihre Neugier. "Wow, ausgesprochen sicher wenn man bedenkt, dass hier zwei Kinder ums Leben gekommen oder zumindest verschwunden sind", murmelte sie, noch während sie die letzten Zeilen las. Der ironische Unterton in ihrer Stimme war nicht zu überhören. Einen Augenblick später sah sie Luc entschuldigend an. Sie hatte die Erfahrung gemacht, dass die meisten Leute ihre ironische Seite nicht sehr schätzten. Ausserdem glaubte sie ihm, dass dieses Haus sicher war, auch wenn es ihr ein wenig widersprüchlich schien, da doch schliesslich Dämonen hier lebten. Aber vielleicht schätzte sie die Wesen auch einfach falsch ein. Sie beschloss, baldmöglichst ein Buch über Dämonen zu suchen - wenn es denn welche gab, die brauchbar waren, so befanden sich hier gewiss Ausgaben davon.
Sie trank den letzten Schluck Tee, dann klappte sie das Buch zu. Im Moment schien es ihr nicht sehr interessant, aber vielleicht würde sie mal darauf zurückgreifen.
Da sie nicht wollte, dass Luc alles für sie erledigen musste, stand sie auf, um das Buch selbst ins Regal zurückzustellen. "Wissen Sie, wie spät es ungefähr ist?" Amandas Zeitgefühl war nicht besonders gut, so konnte sie schlecht einschätzen, wieviele Stunden seit dem Frühstück bei Rosiel vergangen waren. Sie wusste nicht mal, ob es Vormittag oder Nachmittag war. Gerade als sie die Leiter wieder hinunterstieg, passierte das, was einem Pechvogel wie ihr schon längst hätte passieren sollen - sie rutschte auf der untersten Leitersprosse ab, verlor das Gleichgewicht, konnte sich nicht gut genug festhalten und landete ziemlich unsanft auf dem Po, wobei ihr Rücken gegen das Regal schlug. Das Mädchen schloss kurz die Augen und wünschte sich mit aller Macht, im Erdboden zu versinken. Nachdem sie eingesehen hatte, dass das nicht funktionieren würde überzeugte sie sich mit einigen zaghaften Bewegungen, dass sie sich nicht wirklich weh getan hatte und das Kleid noch in Ordnung war. "Ich hätte sie vorwarnen sollen", brummelte sie, "wenn es Menschen gibt, die vom Pech verfolgt werden, so gehöre ich dazu. Sowas passiert mir nämlich öfters, um zwar immer dann, wenn ich es am wenigsten brauchen kann." Aber diesen kleinen Rückschlag verzieh sie ihrem Schicksal, so stahl sich noch während sie sprach ein Lächeln auf ihre Lippen.
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